„Festigkeit und Aushöhlung des Qi mit Haben und Nichthaben gleichzusetzen bedeutet, dass bei Einsatz des Tonisierens zur Stärkung des wahren, aufrechten Qi der Patient ein Brennen verspüren muss; bei Einsatz des Sedierens zur Aushöhlung von krankmachenden Qi sollte der Patient keine solche Empfindung haben.“ (Nei Jing Ling Shu, Kap.3)
Tonisiert wird, wenn der energetische Zustand des Punktes in „Leere“ ist (beim Stechen dringt die Nadel „wie in Butter“ ein). Die Nadel wird gedreht, nicht langsam, in eine Richtung (nach rechts) bis sie vom Gewebe blockiert wird(*). In diesen Moment verspürt der Patient einen brennenden Schmerz. Bei Wiederholung der Drehbewegung nach ca. 5-10 Minuten wird die Bewegung bis zu Blockierung kürzer sein (Drehwinkel kleiner). Der brennende Schmerz wird auch ein wenig leichter sein. Wenn die Bewegung von Anfang an blockiert wird und es nicht mehr schmerzt, ist die Tonisierung (für diese Behandlungssitzung) zu Ende.(**)
(*)
(**)Quint K.: Der Akupunkturpunkt, Akupunktur Theorie und Praxis, 24.Jahrgang, 1/1996, 15-24
