„Die Stärkung des gesunden Qi ist dem eigentlichen Herbeiführen desselben nahe verwandt, während die Abschwächung des krankmachenden Qi seiner eigentlichen Entfernung sehr nahe kommt. Bei übermäßig vorhandenem krankmachenden Qi muss die zweite Art der erwähnten Nadelungstechnik zur Anwendung kommen, bei Mangel an gesundem Qi muss die ersterwähnte Nadelungstechnik eingesetzt werden.“ (Nei Jing Ling Shu, Kap.1)
Die Präsenz der Perversen Energie führt zu einer Fülle im Tedinomuskulären Meridian. Das Einstechen der Nadel wird schwieriger (wie in harten Käse). Wenn die Perverse Energie in tiefere Sekundärgefäße eingedrungen ist, bilden sich Fülleschichten im Hypoderm* (tiefe Teile des Akupunkturpunktes). Diese werden durch Stechen dispergiert (progressiv entfernt). In diesem Fall kann man auch das Stechen „in drei Richtungen“ oder „in fünf Richtungen“ anwenden.
Wenn nach Ausleitung (Dispergierung) der Perversen Energie (邪氣 Xiē qì) ein Leere-Zustand bleibt, wird das normale Qi (真氣 zhēn qì) tonisiert.
*Spürbar besonders an Punkten des Blasenmeridians am Rumpf
Stechen “in drei Richtungen”
Stechen “in fünf Richtungen”

