„Während der Nadeleinführung muss der Nadelnde die Wirkungen seiner Handlungsschritte genau beobachten, so einfach und belanglos sie auch erscheinen mögen; das gleiche gilt auch für die Reaktionen, mit denen der Patient auf die jeweiligen Handlungsschritte anspricht. Zur Vermeidung unerwünschter Auswirkungen sind jeweilige Stärke und Schwäche der Blutleitbahnen des Patienten zu berücksichtigen.“ (Nei Jing Ling Shu, Kap.1)
Genau so wichtig wie die Feststellung des energetischen Zustandes (bis einschließlich des Punktes) zwecks einer korrekte (angepasste Therapie) ist auch die Feststellung der Reaktionen des Patienten auf die von uns angewandte Behandlungsprozedur. Unsere Behandlung soll Wirkung zeigen und, was nicht unwichtig ist, die Wirkung soll die gewünschte sein.
Da die wahren Ursachen der Erkrankungen sind immer welche Schwächen (Leere) des Körpers (Ausnahmen sind übermäßige äußere Einfluse), wird entsprechend eine Tonisierung(*) Eingesetzt. Wenn man tonisieren will, reicht nicht aus, dass man die Nadel dreht. Man soll unbedingt zu Blockierung der Nadel(**) kommen (Ankommen des Qi), sonst wird nicht regelrecht tonisiert. Wenn man die „Blockierung“ nicht erreichen kann, ist entweder die Drehbewegung zu langsam (zu schwache Anregung), oder die Nadel ist nicht in der richtige Stelle (nicht die richtige Tiefe erreicht). Wenn es richtig tonisiert wurde, muss sich auch die entsprechende Pulsreaktion zeigen. Die Pulsreaktion kann sich schon kurz nach dem Stechen zeigen (Ankommen des Qi an die schwache energetische Stelle). Wenn nicht, ist der behandelte Punkt (oder Punkte) nicht richtig. Die Symptomatologie wird auch eine Besserung zeigen, aber erst später, nach ca. 20 Minuten (ausreichende Wirkung des angekommenen Qi in der „Peripherie“/Gewebe).
(*)Quint K.: Der Akupunkturpunkt, Akupunktur Theorie und Praxis, 24.Jahrgang, 1/1996, 15-24.
(*)http://drkarlquint.wordpress.com/2007/11/20/tonisieren-2/
(*)tonisieren-2
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