STECHEN ZUR PASSENDEN ZEIT

By drkarlquint

„Die Energie (Zhèng Qì正氣) ist verschränkt mit der pathogenen Energie (Xié Qì邪氣). Wenn die pathogene Energie in Fülle ist, ist die Energie des Menschen in Leere. Das ist nicht die passende Zeit zu Tonisieren. Um zu Tonisieren, soll man abwarten bis die perverse Energie abschwächt.
Wenn die perverse Energie den Körper völlig verlassen hat, wird sich die Energie des Körpers automatisch von selber erholen. In diesem Moment soll man die Energie des Körpers nicht dispergieren. Deswegen lautet die Satzung: ‚Nicht stechen nachjagend (dispergierend) die weggehende pathogene Energie, nicht stechen dispergierend die Energie (des Körpers) in voller Aufschwung.’
Es ist evident, dass man tonisieren soll im Falle der Leere, dispergieren im Falle der Fülle und bluten wenn Kongestion vorliegt. Wenn man sticht, kann man erkennen, ob es um Leere oder Fülle geht. Leichtes Einstechen ist Zeichen der Leere, schweres Einstechen ist Zeichen der Fülle.“ (Nei Jing Ling Shu, Kap.1)

Hier wird die Wichtigkeit des energetischen Zustands betont. Leider ist das nur beim Stechen feststellbar. Gleichzeitig ist es notwendig, den Zustand der perversen Energie zu kennen (energetischer Zustand in der Oberfläche), um zu wissen wann man mit der Dispergierung aufhören soll.

Weil die (Körper-) Energie sich selber erholen kann, soll man nicht unbedingt Tonisieren, sondern erst abwarten, was die Dispergierung der perversen Energie bringt. Man soll tonisieren, wenn die Energie des Punktes auch im Hauptmeridianbereich (in der Tiefe) in Leere ist. Wie schwach die Energie des Punktes ist, zeigt der Drehwinkel der Nadel beim Tonisieren, bis zur Blockierung (*).

(*) 

Einen Kommentar schreiben