„Ein guter Akupunkteur behandelt zuerst die Haut, dann das Fleisch, dann die Muskel und die Gefäße, dann die Hohlorgane und zuletzt die Organe.“ (Nei Jing Su Wen, Kap. 5)
„Darum heißt es verschiedentlich auch, dass Haut, Muskeln, Sehnen sowie Leitbahnen verschiedene Stellen innerhalb des Körpers einnehmen, und dass die jeweiligen unterschiedlichsten Krankheitsbilder auch in unterschiedlichster Weise auf die jeweiligen Behandlungsmethoden ansprechen.“ (Nei Jing Ling Shu, Kap.1)
„Bei jenen Stellen, wo sich das Qi bemerkbar macht, handelt es sich um jene, wo der Geist des Qi seinen Ein- und Ausgang im Fluss nimmt, es handelt sich dabei also nicht um solche Stellen, wo sich Haut, Muskeln, Sehnen und Knochen befinden.“ (Nei Jing Ling Shu, Kap.1)
Abhängig von der Betrachtung/Korrelation sind die Bezeichnungen der Schichten des Akupunkturpunktes unterschiedlich (*). Wenn man, z.B. vom Aussehen aus betrachtet, ist die dermale Schicht eher „Fleisch“ als das Hypoderm. Wenn man von der Funktion aus betrachtet, ist die dermale Schicht als „Muskel“ bezeichnet, weil sich hier die „Muskelmeridiane“ befinden.
Wichtig ist, dass man Haut und Muskel mit dem Stechen in der Oberfläche, und Sehnen, Gefäße und Knochen/Organe mit dem Stechen in der Tiefe in Verbindung bringt. Wichtig ist ebenfalls, dass man wissen soll, dass Sehnen die Verbindung zur Oberfläche und Knochen/Organe die Verbindung zur Tiefe darstellen (**).
Die Korrelation mit den Organen (Zang) bzw. Elementen zeigt den Bereich der energetischen Behandlungswirkung (***).
(*)

(**) wichtig für Pathogenese und Therapie
(***) wichtig für Therapie (z.B. Behandlung der Gefäße wirkt auch auf Shen-Qi, Behandlung der Knochen/Organe verbessert auch die Wirkung des Jing-Qi).